Wohnen für Hilfe: Die Idee
"Wohnen für Hilfe" ist eine Idee, die in England schon seit vielen Jahren bestens funktioniert und sich anschickt, in Deutschland Fuß zu fassen. In Münster sind die Bedingungen für Wohnpartnerschaften zwischen Jung und Alt ideal:
- In Münster leben zahlreiche Seniorinnen und Senioren in geräumigen Wohnungen oder Häusern, häufig allein.
- Viele möchten in ihrer vertrauten Umgebung bleiben, auch wenn die eigenen vier Wände inzwischen zu groß sind. Manchmal könnten schon kleine Hilfen im Alltag dies ermöglichen.
- In Münster gibt es viele ältere Menschen, die sich noch jung fühlen und aufgeschlossen sind, Neues zu wagen.
- Münster ist eine der größten Studentenstädte Deutschlands.
- Bezahlbarer Wohnraum für Studierende ist knapp, aber die meisten Studierenden sind auf preiswerten Wohnraum angewiesen.
- Soziale Kompetenz ist am Arbeitsmarkt zunehmend gefragt.
"Wohnen für Hilfe" macht das Beste aus solchen Voraussetzungen. Ihre Ziele wie Begegnung von Jung und Alt, Toleranz der Generationen, Verständnis und Solidarität werden hier gelebter Alltag – ohne große Worte.
Übrigens nicht nur zwischen den Generationen, eventuell auch zwischen unterschiedlichen Kulturen. In Münster studieren viele junge Menschen aus anderen Ländern. Sie können durch eine Wohnpartnerschaft ein Stück Alltagswelt in Deutschland erfahren und ihrem Vermieter Einblicke in ihr Heimatland ermöglichen, ob beim Kochen, Musikhören oder Vokabeltraining.
Deshalb hatte sich das Amt für Wohnungswesen entschlossen, alte und junge Menschen zueinander zu bringen, für die "Wohnen für Hilfe" eine ideale Alternative zu den bekannten Möglichkeiten des Wohnungsmarktes sein kann.
Unterstützt wurde die Stadt Münster dabei durch die Zuwendungen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Fachhochschule Münster begleitete das Projekt wissenschaftlich.
